Wer schon einmal einen Langstreckenflug gemacht hat, kennt das Gefühl: steife Beine, geschwollene Füße und ein Schweregefühl nach stundenlangem Sitzen. Was harmlos erscheint, kann bei manchen Reisenden zu einer ernsten Komplikation führen, nämlich Thrombose, einem Blutgerinnsel, das sich in den Venen des Unterschenkels bildet. Laut der Trombosestichting stirbt weltweit etwa jeder vierte Mensch an den Folgen einer Thrombose, obwohl es sich dabei oft um breitere medizinische Situationen handelt als ausschließlich Flugreisen.
Herzog Kompressionsstrümpfe werden von Reisenden verwendet, um die Durchblutung in den Waden während langer Perioden des Sitzens, wie auf einem Flug oder im Auto, zu unterstützen. Dies ist kein Mittel, das Thrombose verhindert, sondern ein praktisches Hilfsmittel neben ausreichender Bewegung und Flüssigkeitszufuhr. Thrombose entsteht oft durch eine Kombination aus Sitzen, Dehydration und verminderter Muskelaktivität im Unterschenkel.
Häufig gestellte Fragen
Können Kompressionsstrümpse Thrombose vorbeugen?
Kompressionsstrümpfe sind keine Behandlung für Thrombose, aber die graduelle Druckverteilung kann die Durchblutung in den Beinen bei langem Sitzen unterstützen. Viele Menschen empfinden nach der Anwendung während eines Fluges weniger Schwere und Schwellungen in den Beinen. Bei erhöhtem persönlichem Risiko, wie einer früheren Thrombose oder Schwangerschaft, ist es immer ratsam, dies vorher mit einem Arzt zu besprechen.
Wie lange trägt man Kompressionsstrümpfe während eines Fluges?
Das variiert je nach Person und hängt von der Dauer des Fluges und Ihrer individuellen Situation ab. Viele Reisende tragen sie vom Einsteigen bis einige Zeit nach der Ankunft, kombiniert mit regelmäßiger Bewegung. Bei Zweifeln bezüglich der richtigen Dauer oder Passform ist es ratsam, einen Arzt oder Spezialisten zu konsultieren.
Wer hat ein erhöhtes Thromboserisiko während des Reisens?
Menschen mit einer früheren Thrombose, Krampfadern, Übergewicht, Schwangerschaft oder hormoneller Empfängnisverhütung haben bei langen Reisen häufig ein erhöhtes Risiko. Auch eine kürzliche Operation oder längere Immobilität, beispielsweise durch einen Gipsverband, spielen eine Rolle. Wenn Sie unsicher sind, was Ihr persönliches Risiko betrifft, besprechen Sie dies vor einer langen Reise mit Ihrem Hausarzt.