Wie funktioniert der Menstruationszyklus?
Ein durchschnittlicher Menstruationszyklus dauert etwa 28 Tage, wobei Zyklen zwischen 21 und 35 Tagen ebenfalls normal sind. Während des Zyklus ändern sich die Konzentrationen verschiedener Hormone, insbesondere Östrogen und Progesteron.
Der Zyklus besteht grob aus vier Phasen:
- Menstruationsphase
- Follikelphase
- Ovulation
- Lutealphase
Jede Phase hat ihre eigenen Merkmale und kann beeinflussen, wie Ihr Körper auf Training reagiert.
Phase 1: Menstruation
Die Menstruation markiert den Beginn eines neuen Zyklus. Während dieser Phase sind sowohl Östrogen als auch Progesteron relativ niedrig.
Einige Frauen erfahren Beschwerden wie:
- Müdigkeit
- Bauchkrämpfe
- Kopfschmerzen
- Ein niedrigeres Energieniveau
Andere bemerken kaum einen Unterschied und können wie gewohnt trainieren.
Training während Ihrer Menstruation
Es gibt keinen medizinischen Grund, während Ihrer Menstruation keinen Sport zu treiben, vorausgesetzt, Sie fühlen sich gut. Im Gegenteil: Bewegung kann bei einigen Frauen helfen, Menstruationsbeschwerden zu lindern.
Hören Sie vor allem auf Ihren Körper. Fühlt sich ein intensives Training nicht gut an? Wählen Sie dann zum Beispiel einen ruhigen Dauerlauf, Gehen oder ein Erholungstraining.
Phase 2: Follikelphase
Nach der Menstruation beginnt die Follikelphase. Der Östrogenspiegel steigt allmählich an, während Progesteron niedrig bleibt.
Viele Frauen bemerken in dieser Zeit:
- Mehr Energie
- Eine bessere Erholungsfähigkeit
- Mehr Motivation zum Training
- Ein positives Gefühl während der Anstrengung
Training in der Follikelphase
Für viele Sportler fühlt sich dies als die Phase an, in der Trainingseinheiten relativ einfach sind. Intensive Intervalle, Krafttraining oder längere Ausdauertrainingseinheiten werden oft gut vertragen.
Untersuchungen zeigen, dass einige Frauen in dieser Phase möglicherweise besser auf Kraftreize reagieren als in anderen Teilen des Zyklus.
Phase 3: Ovulation
Ungefähr in der Mitte des Zyklus findet der Eisprung statt. Dabei erreicht Östrogen einen Höchstwert.
Viele Frauen fühlen sich in dieser Zeit energiegeladen und stark.
Mögliche Merkmale sind:
- Mehr Explosivität
- Mehr Selbstvertrauen
- Ein hohes Energieniveau
Allerdings bemerkt nicht jeder einen deutlichen Unterschied.
Verletzungsrisiko um die Ovulation herum
Einige Studien deuten darauf hin, dass die erhöhten Hormonspiegel die Stabilität von Sehnen und Gelenken beeinflussen können. Dadurch könnte das Risiko für bestimmte Verletzungen vorübergehend etwas höher sein.
Der Beweis hierfür ist noch nicht vollständig eindeutig, aber er unterstreicht die Bedeutung eines guten Aufwärmens und ausreichender Aufmerksamkeit für die Technik.