Wie entsteht eine Leistenverletzung?
Eine Leistenverletzung hat selten eine einzige Ursache. Meist spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.
Zu schneller Trainingsaufbau
Wenn das Trainingsvolumen oder die Intensität zu schnell ansteigt, haben Muskeln und Sehnen nicht genug Zeit, sich anzupassen. Dies geschieht beispielsweise nach einer Sommerpause oder wenn man plötzlich wieder mehrere Spiele pro Woche spielt.
Viele explosive Bewegungen
Sportarten mit vielen Beschleunigungen, Bremsaktionen und Richtungswechseln beanspruchen die Adduktoren besonders stark. Daher sind Leistenbeschwerden im Fußball, Hockey und Schlägersport relativ häufig.
Verminderte Kraft oder Stabilität
Die Muskeln um Becken, Hüften, Gesäß und Rumpf arbeiten zusammen, um den Körper stabil zu halten. Wenn ein Teil dieser Kette schwächer ist, kann es zu einer zusätzlichen Belastung der Leiste kommen.
Müdigkeit
Im Verlauf eines Trainings oder Spiels nimmt die Muskelkontrolle ab. Dadurch kann sich die Belastung anders verteilen und einige Muskelgruppen werden stärker belastet als normal.
Unzureichende Erholung
Wer intensive Trainingseinheiten zu kurz hintereinander plant, gibt Muskeln und Sehnen nicht genügend Zeit zur Erholung. Dadurch kann sich Reizung ansammeln.
Welche Sportler haben ein höheres Risiko?
Leistenverletzungen treten hauptsächlich bei Sportarten auf, bei denen Geschwindigkeit und Richtungswechsel wichtig sind.
Denken Sie an:
- Fußball
- Hockey
- Tennis
- Padel
- Leichtathletik
- Handball
- Korfball
- Laufen
Auch Sportler, die nach einer längeren Pause zu schnell wieder voll einsteigen, haben ein höheres Risiko.
Was können Sie bei einer Leistenverletzung tun?
Bei leichten Beschwerden ist es ratsam, die Trainingsbelastung vorübergehend zu reduzieren. Komplettes Stillsitzen ist nicht immer notwendig, aber das Weitertraining durch zunehmende Schmerzen hindurch ist meist keine gute Idee.
Die Basis der Genesung besteht oft aus:
- Vorübergehende Reduzierung der Belastung
- Gezieltes Krafttraining
- Mobilitätsübungen
- Allmähliche Rückkehr zum Sport
- Ausreichende Erholung zwischen den Trainingseinheiten
Da Leistenschmerzen verschiedene Ursachen haben können, ist es ratsam, wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden von einem Physiotherapeuten oder Sportarzt beurteilen zu lassen.
Wie lange dauert die Genesung einer Leistenverletzung?
Die Genesungszeit variiert stark.
Eine leichte Überlastung kann sich innerhalb weniger Wochen bessern, während schwerere Muskel- oder Sehnenbeschwerden deutlich länger dauern können. Besonders wenn ein Sportler zu früh wieder voll einsteigt, besteht die Gefahr, dass die Verletzung erneut auftritt.
Ein schrittweiser Aufbau ist daher wichtiger als so schnell wie möglich wieder voll zu trainieren.