Wie beugt man Schienbeinkantensyndrom vor, indem man das Training intelligent aufbaut?
Einer der größten Risikofaktoren für Schienbeinkantensyndrom ist ein Training, das zu schnell zu anspruchsvoll wird. Wenn man in kurzer Zeit viel mehr Kilometer läuft, häufiger trainiert oder zu intensiveren Einheiten wechselt, haben die Muskeln und die Knochenhaut um das Schienbein nicht genügend Zeit, sich anzupassen. Das gilt nicht nur für das Laufen, sondern auch für Wandernmit einem schweren Rucksack oder intensive Trainingseinheiten im Fitnessstudio. Ein schrittweiser Aufbau, bei dem die Belastung Schritt für Schritt und nicht sprunghaft erhöht wird, gibt dem Körper die Möglichkeit, stärker zu werden, ohne überlastet zu werden.
Krafttraining für Waden, Füße und Schienbeinmuskulatur ist Teil eines Trainingsplans, der Schienbeinkantensyndrom berücksichtigt. Stärkere Muskeln um den Unterschenkel können die Aufprallenergie jedes Schrittes besser abfangen, wodurch weniger Zugkraft auf die Knochenhaut ausgeübt wird. Übungen wie Fersenheben, Zehen anziehen und Training der Sprunggelenksstabilität werden oft übersehen, obwohl sie genauso wichtig sind wie das Lauftraining selbst. Auch Variationen im Sport, zum Beispiel durch die Ergänzung des Laufens mit Radfahrenoder Schwimmen, entlasten die Schienbeinmuskulatur, während die Kondition erhalten bleibt. Diese Form des Cross-Trainings wird oft bei wiederkehrenden Überlastungsbeschwerden empfohlen.
Ausreichend Ruhetage zwischen anstrengenden Trainingseinheiten einzuplanen, ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Schienbeinkantensyndrom vorzubeugen, wird aber in der Praxis oft vernachlässigt. Wer feststellt, dass die Schienbeine nach einem Training länger als gewöhnlich empfindlich bleiben, sollte die nächste Einheit leichter gestalten oder ganz ausfallen lassen. Kombinationen aus Laufen und Krafttraining im Fitnessstudio, wie zum Beispiel Fitness, wirken nur präventiv, wenn auch ausreichend Zeit zur Regeneration zwischen den Einheiten eingeplant wird. Einige Läufer verwenden an Ruhetagen Herzog PRO Kompressionsstrümpfe, um die Durchblutung in Wade und Schienbein aufrechtzuerhalten, ohne die Muskeln erneut zu belasten.