Was bedeuten unruhige Beine?
Beim Restless-Legs-Syndrom verspüren Sie ein unangenehmes Gefühl in den Beinen und einen starken Bewegungsdrang. Die Beschwerden treten vor allem dann auf, wenn der Körper zur Ruhe kommt, zum Beispiel bei langem Sitzen, abends auf der Couch oder im Bett. Durch Gehen, Dehnen oder Bewegen der Beine lassen die Beschwerden oft vorübergehend nach.
Menschen beschreiben das Gefühl unter anderem als kribbelnd, prickelnd, ziehend oder unruhig. Sobald sie sich wieder hinsetzen oder hinlegen, können die Beschwerden wieder auftreten. Dies kann das Einschlafen erschweren oder den Nachtschlaf regelmäßig unterbrechen.
Wodurch entstehen ruhelose Beine?
Die genaue Ursache des Restless-Legs-Syndroms (RLS) ist nicht immer klar. Eine genetische Veranlagung kann eine Rolle spielen. Die Erkrankung wird auch mit der Dopaminverarbeitung im Gehirn und einem Eisenmangel in Verbindung gebracht. Restless Legs treten außerdem häufiger während der Schwangerschaft und bei Menschen mit bestimmten Nierenproblemen auf.
Einige Medikamente können die Beschwerden verursachen oder verschlimmern. Dies gilt beispielsweise für bestimmte Antidepressiva und andere Mittel, die das Nervensystem beeinflussen. Auch Koffein, Alkohol, Rauchen, wenig Bewegung und unzureichender Schlaf können die Beschwerden bei manchen Menschen verstärken.
Haben Sie oft oder schwerwiegende Beschwerden durch Restless Legs, schlafen Sie dadurch schlecht oder sind Sie unsicher bezüglich der Ursache? Besprechen Sie Ihre Beschwerden dann mit Ihrem Hausarzt. Setzen oder ändern Sie Medikamente niemals ohne Rücksprache mit einem Arzt.
Was kann man bei unruhigen Beinen tun?
Was hilft, ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt unter anderem von der Ursache und dem Schweregrad Ihrer Beschwerden ab. Regelmäßige Bewegung tagsüber, feste Schlafzeiten und weniger Koffein und Alkohol können helfen. Intensive sportliche Betätigung kurz vor dem Schlafengehen wird nicht empfohlen. In Zeiten der Unruhe können Spaziergänge, sanftes Dehnen, Massagen oder ein warmes Bad vorübergehend Linderung verschaffen.
Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden kann ein Arzt untersuchen, ob eine Grunderkrankung, wie Eisenmangel, vorliegt. Bei Bedarf kann eine medizinische Behandlung oder Medikation besprochen werden. Eisenpräparate oder Medikamente sollten nur auf Anraten eines Arztes eingenommen werden.
Was kann man von Kompressionsstrümpfen erwarten?
RLS ist in erster Linie eine neurologische Erkrankung. Kompressionsstrümpfe behandeln daher nicht die Ursache von RLS und wurden auch nicht dafür entwickelt. Es lässt sich nicht vorhersagen, ob Sie die Kompression als angenehm empfinden werden.
Einige Nutzer berichten jedoch, dass sich ihre Beine beim Tragen von Kompressionsstrümpfen ruhiger oder angenehmer anfühlen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie neben unruhigen Beinen auch Beschwerden haben, die auf eine verminderte venöse Zirkulation hinweisen, wie schwere oder müde Beine, Krampfadern oder leichte Wassereinlagerungen.
Bei diesen venösen Beschwerden unterstützt die abnehmende Kompression den Blutrückfluss aus den Beinen. Das kann dazu beitragen, dass sich die Beine weniger schwer oder müde anfühlen. Diese Wirkung ist unabhängig von der neurologischen Ursache von RLS.
Tragen Sie Kompressionsstrümpfe gemäß den Gebrauchsanweisungen. Möchten Sie die Strümpfe nachts tragen oder haben Sie eine medizinische Erkrankung? Dann sprechen Sie zuerst mit einem Arzt oder medizinischen Experten.
Unruhige Beine und verwandte Beschwerden
Unruhige Beine treten häufig gemeinsam mit Müdigkeit, Anspannung oder Schwellungen auf. Entdecke weitere Beschwerden, bei denen Kompression helfen kann.
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