Achillessehnenbeschwerden vorbeugen: So verringern Sie das Verletzungsrisiko

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers, aber gleichzeitig auch eine der verletzungsanfälligsten Strukturen bei Sportlern. Vor allem Läufer, Wanderer, Fußballer und andere Ausdauersportler haben regelmäßig mit Schmerzen, Steifheit oder Reizungen rund um die Achillessehne zu kämpfen.

Eine Achillessehnenverletzung entsteht oft nicht von einem Tag auf den anderen. Meistens ist sie die Folge einer langfristigen Überlastung. Glücklicherweise kann man mit dem richtigen Ansatz die Wahrscheinlichkeit von Beschwerden erheblich verringern.

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Was sind Achillessehnenbeschwerden?

Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und spielt eine wichtige Rolle beim Gehen, Springen und Abstoßen. Bei jedem Schritt fängt die Sehne große Kräfte ab. Beim Laufen kann die Belastung sogar auf ein Vielfaches des Körpergewichts ansteigen.

Wenn die Sehne stärker belastet wird, als sie aushalten kann, können Beschwerden entstehen. Häufige Symptome sind:

  • Schmerzen an der Rückseite der Ferse oder des Knöchels
  • Morgensteifigkeit im Bereich der Sehne
  • Ein ziehendes oder brennendes Gefühl bei Belastung
  • Empfindlichkeit bei Berührung der Sehne
  • Verdickung der Sehne bei länger anhaltenden Beschwerden

Wie entstehen Achillessehnenverletzungen?

In den meisten Fällen entsteht eine Achillessehnenverletzung durch eine Kombination von Faktoren. Die wichtigsten Risikofaktoren sind:

Zu schneller Trainingsaufbau

Eine plötzliche Zunahme des Trainingsumfangs, der Geschwindigkeit oder der Intensität ist eine der häufigsten Ursachen. Die Sehne braucht Zeit, um sich an eine höhere Belastung anzupassen.

Müde Wadenmuskulatur

Wenn die Wadenmuskulatur ermüdet, erhöht sich die Belastung der Achillessehne. Dies kann insbesondere bei langen Trainingseinheiten oder Wettkämpfen eine wichtige Rolle spielen.

Eingeschränkte Sprunggelenksbeweglichkeit

Eine eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenks führt dazu, dass die Achillessehne beim Abrollen des Fußes stärker beansprucht wird.

Unzureichende Erholung

Sehnengewebe erholt sich langsamer als Muskeln. Wenn Ruhephasen fehlen, kann sich die Belastung ansammeln.

Falsches Schuhwerk

Abgenutzte Schuhe oder Schuhe, die nicht ausreichend zu Ihrem Laufstil passen, können eine zusätzliche Belastung der Achillessehne verursachen.

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7 Tipps, um Achillessehnenbeschwerden vorzubeugen

1. Trainingsumfang schrittweise erhöhen

Steigern Sie Trainingsumfang und Intensität Schritt für Schritt. Eine allgemeine Richtlinie ist, die gesamte Trainingsbelastung nicht zu schnell zu erhöhen, damit Muskeln und Sehnen ausreichend Zeit zur Anpassung haben.

2. Trainieren Sie Ihre Wadenmuskulatur

Starke Wadenmuskeln helfen, die Kräfte beim Laufen besser aufzufangen. Übungen wie Wadenheben können zu einer stärkeren Muskel-Sehnen-Kette beitragen.

3. Achten Sie auf Erholung

Ruhetage sind mindestens genauso wichtig wie Trainingstage. Ausreichend Schlaf, gute Ernährung und aktive Erholung helfen dem Körper, sich an Trainingsreize anzupassen.

4. Arbeiten Sie an der Knöchelmobilität

Eine gute Beweglichkeit des Knöchels reduziert die Spannung auf die Achillessehne. Regelmäßige Mobilitätsübungen können dabei helfen.

5. Achten Sie auf frühe Anzeichen

Morgensteifigkeit oder leichte Schmerzen nach dem Training sind oft die ersten Warnzeichen einer Überlastung. Durch rechtzeitiges Handeln verhindern Sie, dass kleine Irritationen zu langwierigen Beschwerden werden.

6. Tragen Sie passende Sportschuhe

Lassen Sie bei Bedarf eine Laufanalyse durchführen und ersetzen Sie Schuhe rechtzeitig. Gute Unterstützung hilft, die Belastung besser auf Fuß, Wade und Sehne zu verteilen.

7. Unterstützen Sie die Wadenmuskulatur mit Kompression

Kompression wird von vielen Sportlern verwendet, um die Wadenmuskulatur während der Belastung zu unterstützen. Durch die Stabilisierung der Muskeln und die Reduzierung von Muskelvibrationen kann die Belastung der Muskel-Sehnen-Kette verringert werden.

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Welche Rolle kann Kompression spielen?

Bei Herzog Medical sehen wir täglich Sportler, die Kompressionsstrümpfe während des Trainings, bei Wettkämpfen und in Erholungsphasen tragen.

Medizinische Kompressionsstrümpfeüben einen kontrollierten Druck aus, der am Knöchel am höchsten ist und zum Knie hin allmählich abnimmt. Dadurch wird die Blutzirkulation unterstützt und viele Sportler erleben mehr Stabilität in der Wadenregion.

Darüber hinaus kann Kompression beitragen zu:

  • Weniger Muskelvibrationen während der Anstrengung
  • Unterstützung der Wadenmuskulatur
  • Weniger schwere oder müde Beine
  • Ein angenehmes Gefühl bei langen Trainingseinheiten
  • Unterstützung der Erholung nach dem Training

Obwohl Kompressionsstrümpfe Verletzungen weder verhindern noch heilen können, können sie eine wertvolle Ergänzung im Rahmen eines umfassenderen Ansatzes zur Verletzungsprävention sein.

Wann sollte man eine Pause einlegen?

Gehen Sie nicht zu lange mit Schmerzen an der Achillessehne weiter. Besonders wenn die Beschwerden während des Sports zunehmen oder in Ruhephasen bestehen bleiben, ist es ratsam, die Belastung vorübergehend zu reduzieren und den Rat eines Physiotherapeuten oder Sportarztes einzuholen.

Je früher eine beginnende Überlastung erkannt wird, desto größer ist die Chance auf eine schnelle Genesung.

Achillessehnen-Kompressionsstrümpfe