Schmerzen an der Innenseite des Schienbeins sind eine häufige Beschwerde bei Läufern. Oft werden die Begriffe Schienbeinkantensyndrom und Schienbeinentzündung synonym verwendet, aber gibt es tatsächlich einen Unterschied? In der Praxis beziehen sich beide Begriffe meist auf die gleiche Überlastungsbeschwerde des Unterschenkels. Schienbeinkantensyndrom ist der internationale Sportbegriff, während Schienbeinentzündung die deutsche Bezeichnung für dasselbe Problem am Unterschenkel ist.
Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, handelt es sich meistens nicht um eine echte Entzündung. Die Schmerzen entstehen dadurch, dass Muskeln und Sehnen, die am Schienbein befestigt sind, wiederholt am Knochen ziehen, wodurch das umliegende Gewebe gereizt wird. Viele Läufer bemerken dies während des Aufbaus ihres Trainingsvolumens und greifen dann zu Unterstützung wie Herzog PRO Kompressionsstrümpfen, die die Unterschenkel während des Laufens fest umschließen.
Häufig gestellte Fragen
Sind Schienbeinkantensyndrom und Periostitis der Tibia dasselbe?
Ja, in der Praxis handelt es sich um dieselbe Überlastungsbeschwerde des Unterschenkels. Schienbeinkantensyndrom ist der internationale Sportbegriff und Periostitis der Tibia die deutsche Bezeichnung dafür. Trotz des Namens liegt meist keine echte Entzündung vor.
Kann ich mit Schienbeinkantensyndrom weiterlaufen?
Das hängt von der Schwere der Beschwerden ab. Leichte Beschwerden, die nach Ruhe verschwinden, vertragen manchmal einen angepassten Plan mit weniger Umfang. Bei anhaltenden Schmerzen ist es ratsam, die Belastung vorübergehend zu reduzieren und im Zweifelsfall einen Arzt oder Physiotherapeuten zu konsultieren.
Hilft Kompression bei Schienbeinkantensyndrom?
Kompression kann die Durchblutung unterstützen und wird von vielen Menschen während und nach dem Training als angenehm empfunden. Sie ersetzt keine Ruhe oder einen schrittweisen Trainingsaufbau, kann aber eine Ergänzung dazu sein. Wenn Sie unsicher sind, was die Ursache Ihrer Beschwerden ist, konsultieren Sie einen Arzt oder Physiotherapeuten.